Mobiler, smarter, digitaler. Die JIM-Studie 2014

Foto: pixabay.comImmer im Spätherbst blicken die Medienpädagogen der Republik gespannt in Richtung Südwest: Der MPFS in Stuttgart veröffentlich seine „JIM“-Studie. Die Trends in diesem Jahr kann man in drei Worten zusammenfassen: Mobiler, smarter, digitaler. Denn die Tablets und Smartphones haben den Markt der Altersgruppe endgültig erobert, 87% nutzen die mobilen Geräte täglich. Laptops oder Stand-PCs spielen in der relevanten Gruppe zwischen 12 und 19 Jahren nur noch eine untergeordnete Rolle.

Zwar ist die Mobilisierung der Medien ein genereller Trend quer durch alle Altersgruppen– doch bei Jugendlichen schlägt er besonders heftig zu Buche. Medienpädagogen führen dies vor allem auf das alterstypische Bedürfnis nach intensivem Austausch und Anerkennung zurück. 88% besitzen ein verhältnismäßig modernes Smartphone , welches im Schnitt  16 Monate alt ist.

Prepaid-Lösungen sind dabei deutlich im Rückzug: Die meisten Jugendlichen (75%) surfen und telefonieren mit festen Mobilfunkverträgen und entsprechenden Flatrates; bereits im Alterssegment zwischen 12 und 13 Jahren beträgt das Verhältnis zwischen Vertrag und Prepaid ca. 50:50.

Whatsapp bleibt der Liebling, Facebook baut weiter ab

Der Abwärtstrend von Facebook indes setzt sich weiter fort: Der „blaue Riese“ ist mittlerweile das soziale Netzwerk der „Alten“. Waren es im Vorjahr noch 54%, wird es heute nur noch von 34% der 12- bis 19-Jährigen genutzt. Für junge Leute scheint das Portal angestaubt und nicht mehr attraktiv: Viel mehr teilen die Jugendlichen ihr digitales Leben in Portalen wie Instagram oder Instant-Messaging-Diensten wie Whatsapp. Diesen geben die meisten Jugendlichen als wichtigste Funktion ihrer Smartphones an.

Die klassischen Medien stecken zurück, bleiben aber vertrauenswürdig

Das klassische Fernsehen wird täglich nur noch von 57% konsumiert. Wichtiger ist die Video-Plattform Youtube:  Diese wird von 81% (Jungen) und 68% (Mädchen) täglich oder mehrmals wöchentlich genutzt.

Überraschend ist, dass allem digitalen Wandel zum Trotz den konservativen Medien am meisten Vertrauen entgegengebracht wird. Hier werden die Tageszeitungen zu 42% als vertrauenswürdigstes Medium eingeschätzt, auch wenn diese nur noch von 32% in der befragten Altersgruppe gelesen wird. Das Internet wird mit 14% als am wenigsten verlässliche Quelle eingestuft und wird von 94% täglich genutzt.

Gute Nachrichten sind für das Medium Radio zu verkünden: In Sachen Verlässlichkeit legt es ganze sieben Prozentpunkte zu, bei der Nutzungshäufigkeit ist kein wesentlicher Einbruch unter den Jugendlichen zu verzeichnen.

Pressemitteilung und Download der JIM-Studie 2014

 
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06 Juli 2018

Sieh’s mal einfach! – Erklärvideos in der Medienpädagogik





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06 Juli 2018

Best Practise - Heft #2 | Medien + Schule als E-Paper

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